Am Südhang des Taunus am Stadtrand von Oberursel liegt das Institut für Bienenkunde. Gegründet im Jahr 1937 von der Polytechnischen Gesellschaft "überlebte" das Institut nach dem Verlust der Gebäude und der gesamten Einrichtung durch Krieg und Besatzung dank der unbeirrbaren Entschlossenheit des damaligen Leiters Hugo Gontarski.
Eine neue, erfolgreiche Phase in der Institutsentwicklung wurde 1963 durch Martin Lindauer, damals Direktor des Zoologischen Instituts der Universität, eingeleitet. Auf seine Initiative hin wurde zwischen der Polytechnischen Gesellschaft und der Universität Frankfurt ein Vertrag geschlossen, nach dem das Institut der Universität zur Verfügung gestellt wurde. Der Leiter des Instituts war seither Professor für Zoologie.
Unter Herrn Friedrich Ruttner, der 1964 die Leitung des Instituts übernahm, wurden diese sehr günstigen Rahmenbedingungen voll genutzt. In zwei Etappen wurde aus Mitteln der Stiftung Volkswagenwerk ein zweigeschossiger Institutsneubau mit über 300 m² Nutzfläche errichtet. Dank dieses erhöhten Raumangebotes konnten zahlreiche Doktoranden und Examenskandidaten aufgenommen werden; außerdem wurden ausländischen Gästen, meist Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Arbeitsplätze für einen längeren Aufenthalt zur Verfügung gestellt.
Eine zusätzliche Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten wurde 1974 durch die Einrichtung von großen, klimatisierten Bienenflugräumen in einem benachbarten Wirtschaftsgebäude geschaffen. Die Flugräume bieten einmalige Voraussetzungen für das Studium exotischer Bienenarten und -rassen, sowie für Experimente an Bienen auch während der Wintermonate.
1981 -2008 war Herr Prof. Dr. Nikolaus Koeniger Leiter des Instituts für Bienenkunde.
Seit 2008 ist Herr Prof. Dr. B. Grünewald Leiter des Instituts für Bienenkunde.

Dank der Polytechnischen Gesellschaft wurde das Institut für Bienenkunde finaziell unterstützt und neu gestaltet.
Die Forschungsarbeiten am Institut sind in den Studiengang des Fachbereichs Biowissenschaften integriert.